Jetzt Förderung beantragen Damit alte Obstsorten eine Zukunft haben: Aktionsbündnis Streuobst unterstützt Pflanzungen und Pflege bis 2028

Bis Ende 2028 können auch private Flächeneigentümer*innen über das Projekt „Aktionsbündnis Streuobst“ von LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz), BN (Bund Naturschutz in Bayern) und DVL (Deutscher Verband für Landschaftspflege) im Stadtgebiet Aschaffenburg Obstbäume pflanzen und Streuobstbäume pflegen lassen. Ziel ist die Anlage neuer Streuobstwiesen mit vorwiegend alten Obstbaumsorten, um deren Erhalt langfristig zu sichern. Vorhandene Streuobstbestände sollen naturschutzfachlich durch die Pflege und Nachpflanzung von Bäumen aufgewertet werden.
Weitere und darüber hinausgehende Informationen in folgendem pdf:
Die Maßnahmen werden vom Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz (StMUV) über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR) gefördert und werden von der Europäischen Union kofinanziert. Streuobstwiesen sind mit bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten ein Hotspot der Artenvielfalt und prägen seit jeher die bayerische Kulturlandschaft. Doch ihr Bestand ist in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen. Aus diesem Grund haben sich LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz), BN (Bund Naturschutz in Bayern) und DVL (Deutscher Verband für Landschaftspflege) zum bayernweiten Projekt „Aktionsbündnis Streuobst“ zusammengeschlossen. Das Projekt unterstützt die Umsetzung des Bayerischen Streuobstpaktes sowie die Naturschutzziele, die sich die Bayerische Staatsregierung mit Annahme des Volksbegehrens Artenvielfalt - „Rettet die Bienen!“ gesetzt hat.
Wo kann gefördert, gepflanzt und gepflegt werden?
Um die Förderung in Anspruch zu nehmen ist es wichtig, dass die Flächen in der „freien Flur“ bzw. im Außenbereich liegen und keine Ausgleichsflächen sind. Auch Streuobst im Hof nahen Bereich kann gefördert werden. „Im Allgemeinen sind für die Pflanzung alle mittleren Grünland-, Weide- oder Acker-Standorte geeignet, die nicht zu nass und nicht zu trocken sind“, erklärt Leonie Gloß, Streuobstfachfrau beim bayerischen Naturschutzverband (LBV). Denn Streuobstwiesen sind nicht nur wichtige Zufluchtsorte für selten gewordene Arten und versorgen uns mit leckerem Bio-Obst ohne lange Lieferketten, sondern leben oberdrein auch von Doppelnutzung als Wiese, Weide oder Acker.
Es können typische, flächige Streuobstwiesen angelegt werden, aber auch Obstalleen entlang von Straßen und Wegen, auf Ackerrandstreifen oder in Hanglagen. Auch das Platzieren von Einzelbäumen an markanten Punkten in der freien Landschaft, um den Wiedererkennungs- und Erholungswert dieser Orte für die Anwohner zu steigern, können gefördert werden. Ebenso können Streuobstbeständen der genannten Standorte von qualifizierten Baumpflegern gefördert geschnitten werden.
Wie bekomme ich die Förderung?
Wer Eigentümer*in oder Bewirtschafter*in einer Streuobstwiese ist oder gerne werden will, wendet sich an:
Leonie Gloß - Projektmanagerin des Aktionsbündnis Streuobst vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz unter leonie.gloss@lbv.de
Über den LBV
1909 gegründet ist der LBV - Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. - der älteste Naturschutzverband in Bayern und zählt aktuell 117.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Der LBV setzt sich durch fachlich fundierte Natur- und Artenschutzprojekte sowie Umweltbildungsmaßnahmen für den Erhalt einer vielfältigen Natur und Vogelwelt im Freistaat ein. Mehr Infos: www.lbv.de/ueber-uns