Bewässerung von Jungbäumen

Zur Zeit erleben wir große Hitze verbunden mit starker Trockenheit. Für eine gute Entwicklung der Jungbäume ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser essenziell.

Da die Niederschlagsmengen in unserer Gegend schon lange sehr gering sind, sollte bereits immer wieder an die Bewässerung gedacht werden. Bei ausbleibendem Regen heißt es: Gießen und zwar ausreichend!

Bei der Bewässerung ist es wichtig, dass die Feuchtigkeit in die Tiefe dringt und die dortigen Wurzeln erreicht. Oberflächliches Gießen mit 1-2 Gießkannen reicht da nicht aus. Um ein langsames Einsickern zu ermöglichen, haben sich Mörtelwannen als praktikabel erwiesen, deren Boden mit kleinen Bohrlöchern (3 oder 4 mm) versehen sind. Zwei Mörtelwannen pro Baum decken das Wurzelwerk eines Jungbaues weitgehend ab. Bewässerungssäcke hingegen haben sich als nicht optimal erwiesen, da sie das Wasser nur sehr langsam abgeben und die Feuchtigkeit dadurch meist nicht die notwendige Tiefe erreicht.

Die Bewässerung sollte für Jungbäume bis mindestens zum 5. Standjahr erfolgen, je nach Bodenbeschaffenheit, Vitalität usw. möglicherweise auch bis zum 10. Standjahr. Pro Baum und Bewässerungsgang sind 80 bis 120 Liter notwendig. Bei frisch gepflanzten Bäumen, die noch entsprechend kleines Wurzelwerk haben, reichen 30-40 Liter. Ein gut angelegter Gießrand kann in diesem Fall den Einsatz von Mörtelwannen ersetzen. Bei trockener Wetterlage sollte die Bewässerung spätestens nach 2 Wochen wiederholt werden.

(Text und Bild von Manfred Knippel, LPV Miltenberg)